AWO International Newsletter Januar / Februar 2009
Wir empfehlen Ihnen, unseren Newsletter im HTML-Format zu lesen!
![]()
Mitgliederworkshop von AWO International, 13./14. Juni 2009
Wir laden Sie sehr herzlich zum diesjährigen Mitgliederworkshop ein.
Ort:
Alte Pumpe
Lützowstraße 42
10785 Berlin
Bitte Termin vormerken!
Ein Programm und weitere Informationen senden wir Ihnen Mitte April per E-Mail.
Rückfragen / Kontakt:
Anica Vorwerk
030 / 25389 300
anica.vorwerk[at]awointernational.de

AWO International-Mitgliederworkshop im April 2008: Bei schönem Frühlingswetter arbeiteten die Arbeitsgruppen im Freien.
Foto: AWO International
![]()
Herzlich willkommen!
Wir begrüßen die folgenden Mitgliedsorganisationen ganz herzlich bei AWO International:
AWO OV Bad Salzdetfurth
AWO KV Kassel-Stadt von 2003 e.V.
AWO KV Krefeld e.V.
AWO KV Aachen-Stadt e.V.
AWO KV Rhein-Erft e.V.
AWO KV Würzburg Stadt
AWO OV Diekholzen
AWO OV Sarstedt
AWO KV Koblenz-Stadt e.V.
AWO OV Koblenz-Güls
AWO OV Kassel Südstadt
AWO OV Bockenem
AWO OV Horb a.N.
![]()
AWO International Film
Mit der letzten Beitragsrechnung haben wir Ihnen unseren AWO International-Imagefilm geschickt. Er gibt einen Überblick über die Geschichte und die Arbeitsbereiche von AWO International.
Gegen eine Schutzgebühr können weitere DVD's bei uns bestellt werden. Bitte wenden Sie sich an uns, falls Sie ein Programm zum Abspielen der DVD benötigen.
Rückfragen / Kontakt:
Saskia Thiel
030 / 25389 308
![]()
COFADEH fordert Aufklärung
Partnerorganisation von AWO International in Honduras wehrt sich gegen Bedrohung und Verleumdungskampagne
Das Komitee für Familienangehörige von Verschwundenen in Honduras, COFADEH, hat am 29. Januar beim Innenministerium in Honduras Anzeige erstattet, weil die Direktorin der Menschenrechtsorganisation, Bertha Oliva de Nativí, Morddrohungen erhalten hat. Diese Morddrohungen sind Teil einer Einschüchterungskampagne, der die MitarbeiterInnen von COFADEH bereits seit November 2008 ausgesetzt sind. COFADEH fordert von den staatlichen Stellen eine schnelle und umfassende Aufklärung.
Im vergangenen Jahr waren Unbekannte zweimal in das Büro von COFADEH eingebrochen und hatten wichtige Dokumente und Datenträger entwendet. Bertha Oliva wurde mehrmals von unbekannten Fahrzeugen verfolgt, die Privatwohnung einer Mitarbeiterin durchsucht. Im Herbst tauchte ihr Name auf einer so genannten schwarzen Liste auf. Andere Personen dieser Liste wurden bereits umgebracht oder mussten ins Exil gehen: Im April 2008 wurde Rosa Altagracia Fuentes, Generalsekretärin der honduranischen Gewerkschaftsföderation, von Unbekannten erschossen. Im November musste Francisco Machado, Direktor von ASONOG, das Land aus Angst um seine Integrität verlassen. Seit November wird auch in den Medien mit einer angeblichen Korruptionsanzeige gegen Bertha Oliva Stimmung gegen COFADEH gemacht. Die Direktorin hat das Innenministerium und den Generalstaatsanwalt um Aufklärung gebeten.
Hintergrund dieser Einschüchterungsakte können verschiedene Menschenrechtsaktivitäten sein, an denen COFADEH beteiligt ist. So hat sich COFADEH mit dem Präsidenten der Republik, Manuel Zelaya Rosales, auf die Verabschiedung eines Dekrets geeinigt, das ein nationales Entschädigungsprogramm für Opfer von Menschenrechtsverletzungen in den 80er Jahren begründet.
![]()
Büroaufbau in Nepal: Asienreferentin reist aus
Büroaufbau - das heißt für Eileen Gehrke, bisher Asienreferentin von AWO International, nicht nur Koffer packen: Etwa 75 kg Büroerstausstattung müssen in Alukisten verpackt, viele elektronische Daten gesichert werden. Büroeröffnung im Ausland, das bedeutet auch die Anschaffung eines neuen EDV-Systems, das den Datenzugriff aus Nepal erlaubt, die Daten aber vor Stromausfall, Erdbeben und politischen Unruhen schützt.
Inzwischen hat Eileen Gehrke ihr Visum in der Tasche und die offizielle Genehmigung für die Büroeröffnung vom nepalesischen Innenministerium. Die gute Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kathmandu war dabei sehr hilfreich. Damit sind alle Voraussetzungen für die Einreise erfüllt, es kann losgehen: Eine Wohnung und die Büroräume werden erst vor Ort gesucht. Zeitgleich werden die ersten beiden Stellen in den örtlichen Zeitungen ausgeschrieben.
Eileen Gehrke reiste am 25.1. zusammen mit ihrem Mann, dem kanadischen Musiker Terrence Bowry, aus. Kennen gelernt hat sich das Paar in China. Jetzt freuen sich beide wieder auf die Verschiebung ihres Lebensmittelpunktes nach Asien. Wir wünschen ihnen für den Start in der neuen Wahlheimat alles Gute!

Mit Buddha-Air in Richtung Himalaya - Asienreferentin reist nach Nepal aus. Foto: AWO International
![]()
Ausweitung des Präventionsprogramms nach Nicaragua

Foto: Erika Martinez
AWO International weitet Jugendarbeit ab Januar 2009 auf Nicaragua aus.
In enger Zusammenarbeit mit lokalen Jugendgruppen und –netzwerken unterstützt AWO International Jugendliche in Mexiko, Honduras, Guatemala, El Salvador und seit Januar auch in Nicaragua, sich zu organisieren, um gemeinsam für Rechte wie etwa bessere Zukunftschancen zu kämpfen und Öffentlichkeit und Politik für ihre Themen zu sensibilisieren.
„In diesem Zusammenhang übernimmt das neue Projektland Nicaragua auch eine Vorbildfunktion“, erklärt Projektkoordinatorin Christiane Schulte. „Denn die Beziehung zwischen Jugendlichen und staatlichen Sicherheitskräften wie der Polizei ist dort weniger polarisiert. In Nicaragua gibt es zudem interessante Erfahrungen in der Prävention von Jugendgewalt.“
Arbeit für unabhängige NGOs in Nicaragua immer schwieriger
Seit Januar 2008 ist Daniel Ortega, der erste Staatschef der sandinistischen Revolution, zurück an der Spitze des Landes. Der Pakt, den Ortega schon im Jahr 2000 mit Arnoldo Alemán von der Liberalen Partei schloss, hat den Demokratisierungsprozess im Land stark zementiert. Sämtliche Posten wurden in den letzten Jahren zwischen beiden Parteien aufgeteilt und interessengeleitet genutzt.
Vor der Wahl 2008 hatte Ortega zudem mit dem reaktionären ehemaligen Erzbischof von Managua, Miguel Obando y Bravo, paktiert und das gesetzliche Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen unterstützt - sogar bei Vergewaltigungen und Lebensgefahr für die Mutter.
Derzeit wird beobachtet, dass Ortega den Druck auf unabhängige Bewegungen und Nichtregierungsorganisationen verschärft und Parallelstrukturen zu Partizipationsinstanzen wie den kommunalen Entwicklungskomitees schafft.
![]()
Das Leben als Theaterstück – Jugendarbeit in El Salvador
Nach einem lauten Pistolenschuss sinkt der junge Salvadorianer zu Boden.
„Einmal Mara, immer Mara“, hatte der Marero noch gerufen, dann gezielt und abgedrückt. Die Maras verlassen, das geht oft nur über die eigene Leiche. Glücklicherweise ist dies nur die Szene des Theaterstücks der Jugendgruppe aus Tonaca in El Salvador. Doch auch wenn es Theaterblut ist, das sich auf dem Boden ausbreitet, der Marero in Wirklichkeit eine junge Frau und die ganze Handlung erfunden, so spielen die Jugendlichen doch ihr Leben. Es geht um häusliche und alltägliche Gewalt, um kriminelle Jugendbanden - die so genannten Maras – und um soziale und gesellschaftliche Probleme.
Im Publikum sitzen ihre Familien – vor allem Mütter – die sich um ihre Kinder sorgen, da es in Tonaca nur wenig Perspektive für sie gibt. Viele Jugendliche schließen sich den Maras an. Die Frauen von Tonaca, die inzwischen in einer Frauengruppe organisiert sind, haben ihre Kinder überzeugt, eine alternative Jugendgruppe zu gründen und ihnen einen Raum für ihre Treffen zur Verfügung gestellt. Kurzerhand haben die Jugendlichen aus dem alten Schuppen ein Theater gemacht.
Anlässlich eines Regionaltreffens aller Partnerorganisationen von AWO International in Zentral- und Mittelamerika besuchten auch die VertreterInnen der Organisationen und Christiane Schulte, Koordinatorin von AWO International, das ungewöhnliche Theater von Tonaca. Am Ende gab es für die engagierten Jugendlichen großen Applaus.

Alles Theater? In Theaterstücken setzen sich Jugendliche aus El Salvador mit Problemen in Familie und Gesellschaft auseinander.
Foto: Erika Martinez
![]()
Vielen Dank für Ihre Spende!
Wir bedanken uns für über 3000 Euro, die von AWO-Mitgliedern und -Verbänden für den Wiederaufbau nach den Hurrikans in Kuba gespendet wurden.
Ebenso bedanken wir uns bei der Stadt Düsseldorf, die uns aus ihrer Spendensammlung "Düsseldorfer helfen Kindern der Dritten Welt" 8.700 Euro zur Verfügung gestellt hat.

Verwüstung in Kuba, September 2008.
Foto: AWO International
![]()
Geh`weltwärts! - nach Nicaragua
Zusätzlich zu den zwei Plätzen in Mexiko können wir ab September 09 zwei Plätze in Nicaragua anbieten. Diese werden derzeit beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beantragt. Wegen der schwierigen Sicherheitslage in Honduras hat das Auswärtige Amt die Projektplätze dort nicht bewilligt.
Bewerbungsschluss Nicaragua: 15. März 2009
Voraussichtliche Ausreise: September 2009
Weitere Informationen unter www.awointernational.de
![]()
Spender gesucht
- das Bezirksjugendwerk der AWO Hessen-Nord bittet um Ihre Mithilfe.
Das Jugendwerk möchte ihren Partner in Rumänien dabei unterstützen, ein Seniorenwohnheim zu errichten und wird dafür einen Hilfstransport organisieren.
Bisher fehlt es noch an gebrauchtem/neuwertigen Material für die Alteneinrichtung: (Kranken-)Betten, Rollstühle, Dekubitus Matratzen etc.
Wenn Sie das Jugendwerk und das Projekt in Rumänien unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an:
Christian Schmitt
Jugendwerk der AWO, BV Hessen-Nord
Tel. 0661 / 480045 90
E-Mail: cs@jwawo.de
![]()
Gemeinsam für Afrika: Sand und Tränen
SAND UND TRÄNEN - Ab 20. Februar 2009 auf DVD!
2004 wurde die ‚Darfur-Krise’ von den Vereinten Nationen zur „schlimmsten humanitären Katastrophe der Welt“ erklärt. Heute ist die Region im Westen des Sudans beinahe schon in Vergessenheit geraten.
Dabei sind Hunger, Folter, Vergewaltigung und Mord nach wie vor an der Tagesordnung. 2,5 Millionen Zivilisten wurden bereits aus ihrer Heimat vertrieben, hunderte Dörfer systematisch ausgelöscht.
Die preisgekrönte Dokumentation des US-Regisseurs Paul Freedman beschreibt auf eindrucksvolle Weise sowohl die Hintergründe des Darfur-Konflikts, als auch das Scheitern der internationalen Gemeinschaft, angemessen und effektiv auf den Völkermord zu reagieren.
Im Beileger zur DVD wird über GEMEINSAM FÜR AFRIKA informiert, auch das Spendenkonto des Bündnisses ist dort aufgeführt.
![]()
Personelles
Volker Wiemann, bereits bekannt als Trainee Asien, tritt die Nachfolge von Eileen Gehrke als Asienreferent an.
Neu im Team ist seit 1. Februar Anica Vorwerk. Die gelernte Bürokauffrau kommt aus Berlin und hat zwei kleine Töchter.

Anica Vorwerk und Volker Wiemann im verschneiten Berlin.
Fotos: AWO International

Anica Vorwerk und Volker Wiemann im verschneiten Berlin.
Fotos: AWO International
![]()
Termine
Mitgliederworkshop AWO International:
20. / 21. Juni 2009
Faire Woche: 14.-27.09.2009
![]()
Ausblick
Der erste "weitblick" im neuen Jahr erscheint im Mai.

